... und es regnet, wie zu dieser Jahreszeit in Costa Rica zu erwarten. Aber nicht jeden Morgen werde ich von solch einer Szenerie empfangen:
Im Schein der aufgehenden Sonne spiegeln sich in diesem Regenbogen schon die Wassertropfen, die später am Tag herunterfallen werden. Die in Augenhöhe vorbeiziehenden Wolken geben zeitweise den Blick auf den grünen Hügelzug auf der anderen Seite "meines" Tals frei. Der Morgen ist noch ganz frisch und rein. Die dunklen Wolken, die im Hintergrund vom Pazifik heranziehen, lassen ahnen, daß es wieder ein feuchter Tag werden wird.
Regen gab es hier in der jüngeren Zeit mehr als genug. Vom Tropensturm "Nate" verursacht hat es in den vergangenen Wochen in gewaltigen Mengen geschüttet, und die Wassermassen haben erhebliche Schäden an Straßen und Brücken verursacht, vor allem auf der Pazifikseite von Costa Rica.
Mein Zuhause im Südwesten des Landes fand ich zum Glück intakt und in einem Zustand vor, als wäre ich nicht weg gewesen. Natürlich gibt es immer kleinere Schäden durch Wind und Wasser, sowie durch Blitzschläge, die über die elektrischen und die Telefon-Leitungen bis ans Haus kommen. Aber hier war nichts passiert, das sich nicht in wenigen Stunden reparieren ließ.
Das habe ich womöglich meinem Hausgeist zu verdanken, unter dessen strengen Augen ich jetzt wieder sitze. Vielleicht erinnert Ihr Euch: von dem habe ich im April im allerersten Post in diesem Blog erzählt.
Dienstag, 7. November 2017
Dienstag, 10. Oktober 2017
Frühlingserwachen - im Herbst?
Was die Natur auch im scheußlichsten Herbst noch hervorbringen kann, endeckte ich dieser Tage in einem Park nahe Bremen. Als ich dann im Kreis von Bekannten herumfragte, was für eine Pilzsorte das wohl sein könnte, stieß ich auf komplette Unkenntnis. Obwohl niemand diese Pilze kannte, hatte doch jeder einen anderen originellen Namen dafür. Leider kann ich keinen dieser Namen hier wiedergeben, weil alle auf die nicht druckreifen Phantasien dieser Bekannten schließen lassen.
Ich ging also selbst auf die Suche und kam zu dem Schluß, daß ich Pilze aus der Gattung Tintlinge (Coprinos) fotografiert hatte. In diesem Fall wahrscheinlich den Schopf-Tintling oder Tintenpilz, der zu den Champignonverwandten gerechnet wird und jung ein ausgezeichneter Speisepilz sein soll.
Ich ging also selbst auf die Suche und kam zu dem Schluß, daß ich Pilze aus der Gattung Tintlinge (Coprinos) fotografiert hatte. In diesem Fall wahrscheinlich den Schopf-Tintling oder Tintenpilz, der zu den Champignonverwandten gerechnet wird und jung ein ausgezeichneter Speisepilz sein soll.
Sonntag, 8. Oktober 2017
Am Scheideweg - wie im richtigen Leben
Das gibts tatsächlich: in der ehemaligen Residenzstadt Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern wurde eine kleine Gasse offiziell mit dem nicht gerade originellen Namen "Letzte Straße" ausgestattet.
Beim Anblick der Straßenschilder kam mir die augenblickliche weltpolitische Situation in den Sinn:
Wenn die unberechenbaren Großmäuler auf beiden Seiten des Pazifik nicht bald damit aufhören, mit den Atomwaffen in ihren Händen herumzufuchteln, dann besteht die Gefahr, daß sie die Richtung nach rechts zum Frieden verpassen und stattdessen nach links einbiegen. Damit könnten wir uns dann bald alle in der "letzten Straße" wiederfinden.
(Die tatsächliche "Letzte Straße" in Ludwigslust ist übrigens keine Sackgasse.)
Freitag, 6. Oktober 2017
Schauriger Herbst - nicht mein Fall
Erst fielen nur die Blätter,
dann fielen die kompletten Bäume,
und danach fiel sehr viel Regen.
Spätestens da fiel mir auf, daß ich einen herbstlichen Orkan in Norddeutschland nicht mag. Im Gedanken an meine Alternativen (ihr wißt, daß ich in Europa in einem Wohnmobil reise, und sonst in Costa Rica in festen Häusern lebe) stellte sich aber heraus, daß ich jetzt in meiner Wahlheimat buchstäblich vom Regen in die Traufe käme. Dort hat nämlich der Tropensturm Nate mit heftigen Regenfällen ein ziemliches Chaos angerichtet. Ganze Landstriche stehen unter Wasser und viele Straßen sind unpassierbar.
Ich muß also nicht eilen, um nach Mittelamerika zu kommen, und demnächst reise ich sowieso.
dann fielen die kompletten Bäume,
und danach fiel sehr viel Regen.
Spätestens da fiel mir auf, daß ich einen herbstlichen Orkan in Norddeutschland nicht mag. Im Gedanken an meine Alternativen (ihr wißt, daß ich in Europa in einem Wohnmobil reise, und sonst in Costa Rica in festen Häusern lebe) stellte sich aber heraus, daß ich jetzt in meiner Wahlheimat buchstäblich vom Regen in die Traufe käme. Dort hat nämlich der Tropensturm Nate mit heftigen Regenfällen ein ziemliches Chaos angerichtet. Ganze Landstriche stehen unter Wasser und viele Straßen sind unpassierbar.
Ich muß also nicht eilen, um nach Mittelamerika zu kommen, und demnächst reise ich sowieso.
Dienstag, 3. Oktober 2017
Schicksale und Lasten - Gedanken zum heutigen Tag der Einheit
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| Aus der Zeit gefallen: Noch immer wird die Erinnerung an die deutsche Teilung von 1949 bis 1989 vom Bremer Roland bewacht und verteidigt. |
Nach 1989 kam natürlich der Gedanke auf, diese Mahnung zu entfernen. Nicht zuletzt aus einem simplen verwaltungsrechtlichen Grund blieb der Satz aber bis heute an dem Ort erhalten: der Spruch ist als Bestandteil des Gebäudes in das Grundbuch eingetragen und darf weder entfernt noch verändert werden.
Bereits 1993 soll der damalige Justizsenator und spätere Bürgermeister Henning Scherf die Inschrift als ein Stück politischer Romantik verteidigt haben. Ihm wurde damals bereits im Hinblick auf den umstrittenen Solidarpakt die Bemerkung zugeschrieben, der Satz dokumentiere die Verlagerung "des deutschen Problems von der Teilung zum Teilen".
Angesichts der offensichtlichen Unzufriedenheit vieler Ostdeutscher, die sie erst jüngst mit ihren Kreuzen auf Wahlzetteln dokumentierten, sollte die Inschrift heute womöglich besser heißen:
"Gedenke der Brüder, welche die Last der deutschen Vereinigung tragen!"
Mittwoch, 20. September 2017
Einen Vogel haben sie alle...
... aber nicht irgendeinen. Für die Adeligen, für Reiche, Provinzen und Städte mußte es selbstverständlich stets ein Adler sein.
Das Neustädter Tor in Tangermünde stammt in seinen Ursprüngen aus dem 14. Jahrhundert. Es ist Teil der noch weitgehend erhaltenen Stadtbefestigung der Hansestadt an der Elbe. Das Bauwerk ist gleich mit fünf Adlern geschmückt. Die Bilder mit den fünf verschiedenen Wappenvögeln zeigen den
Preußischer Königsadler
Reichsadler des Bismarckreiches von 1871 mit aufgelegtem Hohenzollernschild
Tangermünder Adler
Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis 1410
Brandenburgischer Adler.
Dieser eitle Vogel mit Szepter und Krone gehört eigentlich nicht in diese Reihe. Er weist darauf hin, daß die örtliche Apotheke bereits seit 1494 mit einem königlichen Privileg zum Mischen heilsamer Ingredienzen ausgestattet ist.
Das Neustädter Tor in Tangermünde stammt in seinen Ursprüngen aus dem 14. Jahrhundert. Es ist Teil der noch weitgehend erhaltenen Stadtbefestigung der Hansestadt an der Elbe. Das Bauwerk ist gleich mit fünf Adlern geschmückt. Die Bilder mit den fünf verschiedenen Wappenvögeln zeigen den
Preußischer Königsadler
Reichsadler des Bismarckreiches von 1871 mit aufgelegtem Hohenzollernschild
Tangermünder Adler
Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis 1410
Brandenburgischer Adler.
Dieser eitle Vogel mit Szepter und Krone gehört eigentlich nicht in diese Reihe. Er weist darauf hin, daß die örtliche Apotheke bereits seit 1494 mit einem königlichen Privileg zum Mischen heilsamer Ingredienzen ausgestattet ist.
Sonntag, 17. September 2017
Diesen Platz wollte ich auch noch sehen
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| Während die Gartendekoration der menschlichen Schönheit und dem Leben huldigt, wurde in diesem Hause in dem Salon links unten eines der monströsesten Verbrechen aller Zeiten beschlossen. |
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| Dauerausstellung in exakt dem Raum, in dem der Konferenztisch stand, an dem über das Schicksal von Millionen Menschenleben entschieden wurde. |
Wie meist an solchen Orten ist das Ausmaß der hier beratenen und beschlossenen Barbarei nicht mit dem Verstand zu fassen.
Samstag, 16. September 2017
Das "chilling" kann auch zum Frösteln werden - und nicht nur, weil es Herbst wird
Trotz und gerade wegen aller Erlebnisse mit jüdischem Zusammenhang wurde mir in den vergangenen Wochen klar, wie wenig ich tatsächlich weiß über Juden, ihre Religion, ihre Sitten und Gewohnheiten, ihre Geschichte, ihre Verfolgung und Vernichtung - und überhaupt über alles, was Juden und das Judentum betrifft. Ich wußte nicht einmal genau, was Antisemitismus bedeutet, und wie sich der von Antijudaismus unterscheidet.
Ich begann also zu lesen, soweit das möglich ist, wenn einer so unterwegs ist wie ich. Dabei kam mir das Wetter zu Hilfe, das in den vergangenen Wochen deutlich herbstlich wurde, mit Regen und kühleren Temperaturen, was Außenaktivitäten bremste. Im Internet ist eine unübersehbare Fülle von Literatur von und über Juden zu finden, einiges davon ist auch online verfügbar oder kann sogar heruntergeladen werden.
Bei meinem Versuch, mir einen ersten Überblick zu verschaffen, hat mir das Buch "Jüdische Kultur und Geschichte" von Peter Ortag sehr geholfen. Das Buch steht kostenlos bei der Brandenburgischen Zentrale für politische Bildung zum Herunterladen als PDF (etwa 1,6 MB) zur Verfügung. Hier ist der Link:
http://www.politische-bildung-brandenburg.de/sites/default/files/downloads/juedische_kultur_und_geschichte.pdf
Bei der Lektüre fand ich dann eine Chronologie der Judenverfolgung und -vernichtung durch die Nazis in der Zeit von 1933 bis 1945, die mich sehr entsetzt hat. Wir alle haben von Konzentrationslagern, von der Reichspogromnacht im November 1938 und von Auschwitz gehört. Das sind aber "nur" die weltweit bekannten Kulminationspunkte des Nazi-Terrors. Mir war kaum bekannt, wie sehr die Maßnahmen gegen Juden (und gegen andere Minderheiten) gleich von 1933 an den Alltag der Verfolgten regierten. Verbote wohin man sieht, Verbote bestimmte Berufe auszuüben, sich auf Parkbänke zu setzen, zu bestimmten Tageszeiten einzukaufen, Behörden aufzusuchen oder sich in Kurorten aufzuhalten: die Liste nimmt beinahe kein Ende und ist trotzdem unvollständig, wie der Autor selbst anmerkt. So ist auch das Verbot, in der Öffentlichkeit Lederhosen zu tragen, nicht in der Liste enthalten. Ich empfehle sehr, allein diese Liste auf den Seiten 110 bis 124 des erwähnten Buchs zu lesen, um sich eine Vorstellung von dem zu machen, was die Schoa wirklich war: es war eine im schlimmsten Sinn deutsche, eine bürokratisch und detailliert durchgeplante Aktion zur Vertreibung und Vernichtung der Juden.
Seit 2005 soll ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte an die in deutschem Namen begangenen Monstrositäten erinnern. Ich fühlte das Bedürfnis, diesen Ort wieder einmal aufzusuchen.
Ein deutscher Politiker, ein Abgeordneter im Landtag von Thüringen für die "Alternative für Deutschland" wagte es, im Januar 2017 in Dresden zu sagen:
"Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." (Björn Höcke)
Und ich sage: Es hätten nicht nur 2711 Stelen gesetzt werden sollen, sondern eine für jeden umgebrachten Menschen. (Dann allerdings wäre Berlin jetzt unbewohnbar.)
Ich begann also zu lesen, soweit das möglich ist, wenn einer so unterwegs ist wie ich. Dabei kam mir das Wetter zu Hilfe, das in den vergangenen Wochen deutlich herbstlich wurde, mit Regen und kühleren Temperaturen, was Außenaktivitäten bremste. Im Internet ist eine unübersehbare Fülle von Literatur von und über Juden zu finden, einiges davon ist auch online verfügbar oder kann sogar heruntergeladen werden.
Bei meinem Versuch, mir einen ersten Überblick zu verschaffen, hat mir das Buch "Jüdische Kultur und Geschichte" von Peter Ortag sehr geholfen. Das Buch steht kostenlos bei der Brandenburgischen Zentrale für politische Bildung zum Herunterladen als PDF (etwa 1,6 MB) zur Verfügung. Hier ist der Link:
http://www.politische-bildung-brandenburg.de/sites/default/files/downloads/juedische_kultur_und_geschichte.pdf
Bei der Lektüre fand ich dann eine Chronologie der Judenverfolgung und -vernichtung durch die Nazis in der Zeit von 1933 bis 1945, die mich sehr entsetzt hat. Wir alle haben von Konzentrationslagern, von der Reichspogromnacht im November 1938 und von Auschwitz gehört. Das sind aber "nur" die weltweit bekannten Kulminationspunkte des Nazi-Terrors. Mir war kaum bekannt, wie sehr die Maßnahmen gegen Juden (und gegen andere Minderheiten) gleich von 1933 an den Alltag der Verfolgten regierten. Verbote wohin man sieht, Verbote bestimmte Berufe auszuüben, sich auf Parkbänke zu setzen, zu bestimmten Tageszeiten einzukaufen, Behörden aufzusuchen oder sich in Kurorten aufzuhalten: die Liste nimmt beinahe kein Ende und ist trotzdem unvollständig, wie der Autor selbst anmerkt. So ist auch das Verbot, in der Öffentlichkeit Lederhosen zu tragen, nicht in der Liste enthalten. Ich empfehle sehr, allein diese Liste auf den Seiten 110 bis 124 des erwähnten Buchs zu lesen, um sich eine Vorstellung von dem zu machen, was die Schoa wirklich war: es war eine im schlimmsten Sinn deutsche, eine bürokratisch und detailliert durchgeplante Aktion zur Vertreibung und Vernichtung der Juden.
Seit 2005 soll ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte an die in deutschem Namen begangenen Monstrositäten erinnern. Ich fühlte das Bedürfnis, diesen Ort wieder einmal aufzusuchen.
Ein deutscher Politiker, ein Abgeordneter im Landtag von Thüringen für die "Alternative für Deutschland" wagte es, im Januar 2017 in Dresden zu sagen:
"Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." (Björn Höcke)
Und ich sage: Es hätten nicht nur 2711 Stelen gesetzt werden sollen, sondern eine für jeden umgebrachten Menschen. (Dann allerdings wäre Berlin jetzt unbewohnbar.)
Freitag, 15. September 2017
Die Berliner...
... immer noch eins draufsetzen!
Der Tourismus in Berlin brummt, man hört fast ebensoviele asiatische Wortfetzen wie Englisch, Spanisch und Holländisch. Obwohl die Stadt überreichlich viele Attraktionen zu bieten hat, jetzt haben eifrige Tourismusmanager dem Turm der St. Marienkirche an der Karl-Liebknecht-Straße auch noch ein Drehrestaurant samt Antennenmast aufgesetzt.
Oder is det womöchlich en Fake, wa?
Der Tourismus in Berlin brummt, man hört fast ebensoviele asiatische Wortfetzen wie Englisch, Spanisch und Holländisch. Obwohl die Stadt überreichlich viele Attraktionen zu bieten hat, jetzt haben eifrige Tourismusmanager dem Turm der St. Marienkirche an der Karl-Liebknecht-Straße auch noch ein Drehrestaurant samt Antennenmast aufgesetzt.
Oder is det womöchlich en Fake, wa?
Donnerstag, 14. September 2017
Liebe Freunde, liebe Leser,
Die Zunahme antisemitischer Straftaten im Deutschland der Gegenwart und die wachsende Zustimmung zu einer Partei, die es schon nicht mehr nötig hat, sich von ihren rassistischen und antisemitischen Wortführern zu distanzieren, geben mehr als nur zu Denken. Mich macht der Gedanke zornig, mit welch gefährlich engem, rechtsnationalistischem Horizont immer noch um Stimmen von Gutgläubigen geworben wird!
Ihr in Deutschland steht vor der Wahl für den Bundestag (ich darf als Ausgewanderter nicht mehr mitwählen). Mit großer Wahrscheinlichkeit werden dieser verkappt neo-nazistischen Partei Sitze und Stimmen im Parlament der Bundesrepublik Deutschland zufallen. Sorgt bitte dafür, auch genügend fähige Demokraten in das Parlament zu schaffen, die diesen Populisten in Debatten Paroli bieten können.
Derweil genieße ich die Freiheit, ganz entspannt mit einigen unausgegorenen und unproduktiven Gedanken zu jonglieren, ganz so wie es der Titel dieses Blogs zu suggerieren versucht. Es ist aber nicht ganz auszuschließen, daß ich zuweilen auch den Boden der Wirklichkeit berühre.
Montag, 11. September 2017
Pompeji? Oder?
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| Nordwestliche Bastion an der Oder |
Heute werden die Ruinen der komplett zerstörten Altstadt von Küstrin - inzwischen polnisch Kostrzyn nad Odrą - zuweilen etwas vollmundig als das Pompeji an der Oder beschrieben. Es ist wohl richtig, daß im 2. Weltkrieg keine deutsche Stadt so komplett zerstört wurde, wie die ehemalige preussische Festungsstadt, aber es war eine Zerstörung mit Ansage. Im März 1945 war hier gegen alle militärische Vernunft versucht worden, den Vormarsch der Roten Armee auf Berlin und ihren Übergang über die Oder aufzuhalten. Der heftige Beschuß über mehrere Tage ließ kaum einen Stein auf dem anderen, er kostete vielen Tausenden Soldaten auf beiden Seiten das Leben und änderte trotzdem nichts am raschen Ende des Krieges.
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| Innenhof des Schlosses im Jahr 2017. Der Sockel trug einst ein Standbild des brandenburgischen Kurprinzen Friedrich Wilhelm. Die Treppe im Hintergrund führte in den Westflügel des Schlosses. |
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| Apothekergasse |
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